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Hunde im Film: Hachiko

Hundegeschichten 26. Mai 2014



Einen besonders anrührenden Film, der alle Hundeliebhaber fesseln wird, hat Lasse Hallström 2009 vorgestellt. Der Film, im Original „Hachi: A Dog’s Tale“ handelt von einem Akita Hund und seinem Menschen. Grundlage ist die wahre Geschichte des in Japan berühmten Hundes Hachiko.

© Chester McGullogh - Fotolia.com

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Handlung des Films:

Der Einstieg in den Film erfolgt als Rahmenhandlung. Erzählt wird die Geschichte von dem Enkel des Protagonisten, der seine Hausaufgabe in der Schulklasse vorträgt. Die Kinder sollten eine Geschichte über ihren persönlichen Helden schreiben, und der Junge wählte die Geschichte seines Großvaters und dessen Hund: Einem Universitätsprofessor, der täglich mit der Bahn zur Arbeit fährt, läuft eines Tages ein Akita-Welpe. zu. Zunächst versucht der Mann, den Besitzer des Hundes ausfindig zu machen. Dies bleibt jedoch ohne Erfolg, obwohl der Hund ein Halsband mit dem Namen Hachiko trägt. Also nimmt der Professor den kleinen Akita-Hund mit nach Hause. Zunächst ist seine Frau nicht begeistert von dem neuen Mitbewohner. Als sie jedoch schnell erkennt, wie viel Freude ihr Mann an seinem neuen, vierbeinigen Begleiter hat, akzeptiert sie den Hund als neues Familienmitglied. Zwischen Hachiko und dem Professor – wunderbar gespielt von Richard Gere – entwickelt sich eine innige Beziehung. Die beiden lieben einander sehr.

Jeden Morgen begleitet Hachiko, der Akita, seinen Besitzer zum Bahnhof, und jeden Abend, ganz pünktlich um 17 Uhr, wartet der Hund am Bahnhof, um ihn wieder abzuholen. Doch eines Tages wartet der Hund vergeblich. Der Professor erlitt einen Herzinfarkt während seiner Arbeit und verstarb noch am selben Tag an seinem Arbeitsort. Daraufhin verlässt die Witwe des Professors den Ort und übergibt den Hund an ihre Tochter. Entgegen all ihrer Bemühungen kann sie den Hund nicht davon abhalten, täglich zum Bahnhof zu laufen, um dort um 17 Uhr auf sein Herrchen zu warten.

Der Hund macht das jahrelang und wird so zu einer Berühmtheit am Bahnhof. Nach vielen Jahren kommt die Witwe zurück in die Stadt, um das Grab ihres verstorbenen Mannes zu besuchen. Zu ihrer Verblüffung sieht sie Hachiko am Bahnhof warten. Kurze Zeit später stirbt der Hund. Zu Ehren seiner Treue errichten die Menschen eine Statue. Sie zeigt Hachiko exakt an der Stelle, an der er immer zu warten pflegte und ist auch heute noch an dem Bahnhof zu sehen.

Die wahre Geschichte von Hachiko

Vorbild für Hallströms Film ist die tatsächliche Freundschaft zwischen dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno und seinem Findlingshund, dem Akita Hachiko. Angeblich soll Hachikō seinen Ursprung in Odate haben. Am 10. November 1923 wurde er in der Präfektur Akita geboren. Irgendwann in den ersten Monaten des darauf folgenden Jahres (nämlich 1924) nahm ihn sein neuer Besitzer, Professor Hidesaburō Ueno, der gerade auf den Weg nach Tokio war, mit.

Dies war der Zeitpunkt, an dem Hachiko begann, sein Herrchen allabendlich vom Bahnhof Shibuya abzuholen. Der Tod des Professors ist auf den 21. Mai 1925 datiert – also nur ein gutes Jahr später. Obwohl die Witwe des Mannes fortzog und den Hund an ihre Tochter übergab. rannte der Hund jeden Tag zur gleichen Zeit zum Bahnhof, um dort auf den Professor zu warten.

© kojihirano - Fotolia.com

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Zunächst war er den Menschen am Bahnhof lästig, aber mit der Zeit gewöhnten sie sich an den täglich wartenden Hund und nach einer längeren Zeit wurde der wartende Akita ein fester Bestandteil der Örtlichkeit. Zwischenzeitlich hatte er auch eine dauerhafte Bleibe bei dem ehemaligen Gärtner des Professors gefunden. Kikuzaburō Kobayashi wohnte in der Nähe des Bahnhofs und übernahm die Versorgung des treuen Tieres.

Mit fortlaufender Zeit nahmen die Menschen immer mehr Anteil an dem Verhalten des Akitas. 1928 wurde ein neuer Bahnhofsvorsteher in Shibuya eingestellt. Er veranlasste, dass dem Hund eine Unterschlupf- und Ruhemöglichkeit errichtet wurde, da der bei Wind und Wetter immer am gleichen Platz ausharrte. Zu der gleichen Zeit erkannte ein ehemaliger Student des Professors den Akita wieder. Ihm blieb nicht verborgen, dass es sich bei Hachiko um einen reinrassigen Akita handelte, von denen es nur noch sehr wenige Exemplare (damals ca. 30) gab.

Da der Student sich intensiv mit der Geschichte auseinandersetzte schrieb er einige Berichte darüber und veröffentlichte sie, so daß Hachiko weit über die Grenzen der Stadt hinaus Bekanntheit erlangte. Spätestens 1932 war der Hund im ganzen Land berühmt und galt als Inbegriff des treuesten der Treuen, nachdem ein umfangreicher Artikel über ihn in der größten Tageszeitung Tokios erschienen war.

Die Hachiko-Verehrung fand ihren Höhepunkt im Jahr 1934, alsl eine eigens für ihn errichtete Statue am Westeingang des Bahnhofes eingeweiht wurde.

Damals war der Hund 11 Jahre alt und kam bereits seit mehr als 9 Jahren täglich zum Bahnhof, um dort zu warten. Er war auch bei der Einweihungszeremonie der Bronzestatue mit seinem Abbild anwesend. Noch heute ist die Statue dort. Der Ausgang wird Hachiko Exit genannt und ist ein beliebter Treffpunkt für Verabredungen. Am 08. März 1935 wurde Hachiko tot in einer Strasse des Ortes aufgefunden.

Er hatte fast 10 Jahre lang täglich auf sein Herrchen gewartet. Als die Nachricht seines Todes durch die Zeitungen im Land verbreitet wurden, trauerte ganz Japan um diesen unerschütterlich treuen Hund. Damit jeder diesen ungewöhnlichen Hund sehen kann, hat man seinen Körper präpariert und im Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokio ausgestellt. Dort kann man ihn heute noch bewundern.

Weiteres / Trivia

Die Geschichte des berühmten japanischen Hundes Hachiko wurde schon einmal verfilmt. Bereits 1987 hatte der japanische Regisseur Seijirō Kōyama den Film Hachikō Monogatari in die Kinos seines Landes gebracht. 86 Jahre nach dem Tod des Tieres haben Forscher der Universität von Tokio die sterblichen Überreste des berühmten Hachikos untersucht. Sie stellten dabei fest, dass der Hund damals an mehreren Krankheiten litt.

Neben Krebs der Lunge und es Herzens hatte er auch an einer Filariose gelitten. Letztendlich konnte man nicht nachweisen, was genau die Ursache für seinen Tod gewesen war. Zum großen Missfallen vieler Japaner wurde die Statue von Hachiko im 2. Weltkrieg eingeschmolzen. Allerdings hat man kurz nach dem Ende des Krieges Ando Takeshi mit der Herstellung einer neuen Statue beauftragt. Takeshi war der Sohn des Künstlers, der die Statue ursprünglich hergestellt hatte. Allerdings war dieser bereits verstorben, so dass sein Sohn die ehrenvolle Aufgabe erhielt, Hachikos Statue wieder zu errichten.

Diese neue Statue steht seit dem August des Jahres 1948 wieder an dem altbekannten Platz. Eine zweite Statue erinnert gleichfalls an den treuen Hachiko. Sie steht vor dem Bahnhof in Odate, dem Ort, an dem Hachiko im November 1923 geboren worden war. Der Film Hachiko ist ein Film für die ganze Familie und für Hundeliebhaber ein absolutes Muss. Obwohl das Thema „treuer Hund“ oft dazu verleitet, ins Kitschige abzugleiten, gelingt es Hallström, das Thema ernsthaft und ehrlich umzusetzen.

Besonders dem Hauptdarsteller Richard Gere ist durch seine zurückhaltende Darstellung des Professors zu verdanken, dass die Geschichte nie zu rührselig wirkt. Dennoch ist dieses Tierdrama ergreifend, jedoch nicht seicht. Taschentücher sollte man aber in jedem Fall bereithalten. Die Darstellung des jungen Hachikos, damals noch ein Akita Welpe, erfolgte durch einen Shiba Welpen.

Die Rolle des erwachsenen Hachikos übernahmen unterschiedliche Akita-Hunde. Deren Namen waren Chico, Forrest und Layla und man wählte sie je nach darzustellendem Lebensabschnitt aus. Hallström entschied sich für unterschiedliche Drehorte. In dem kleinsten Bundesstaat der USA – Rhode Island, einem Teil Neuenglands drehte er einige Teile des Films.

Hier wählte er zum einen die Stadt Bristol, und zum anderen die im Film auch explizit genannte Stadt Woonsocket aus. Außerdem drehte er Szenen in Providence, und zwar im dortigen Columbus Theatre Arts Center. Weitere Aufnahmen erfolgten in Kingston, an der University of Rhode Island. Einige Aufnahmen erfolgten in Japan.

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